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Das Stipendium

Thema: nah am Wasser gebaut

Der Gewinner dieser Ausschreibung wird für die Zeit vom 1. August 2021 bis zum 30. November 2021 Stadtschreiber in Hamburg. Während der Zeit wird ihm eine inspirierende Unterkunft im Künstlerhaus Vorwerkstift zur Verfügung gestellt, mitten im quirligen Karolinenviertel. Das Stipendium beträgt 1.500 Euro monatlich. Enthalten ist außerdem ein HVV-Monatsticket, um sich frei in Hamburg bewegen und die Stadt erkunden zu können.

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Foto: Lydia Stach, unsere Dichterin
Kerry Rügemer trifft die StadtschreiberinNDR 90,3
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Hamburg hat eine neue Stadtschreiberin 2021!

Sie ist aus Ingolstadt, wohnt in München, heißt Jasmin Schellong und hat das Thema der Ausschreibung “Nah am Wasser gebaut” besonders kreativ umgesetzt. Sie ist Tränensammlerin und hat dazu eine riesige Portion Humor und die Gabe, die Sache zu relativieren. Sie schreibt nicht nur Geschichten, sondern hat auch Geschichte studiert. Die Archäologie ist ihre Leidenschaft.

 

Bei der “Nacht der schlechten Texte” und beim Wettbewerb “Wortrandale” wurde sie ausgezeichnet. Wir denken, Hamburg hat noch mehr zu bieten als das. Vor allem denken wir, dass unser Hamburg- Archäologe Prof. Rainer Maria Weiss sich freut, endlich mal eine Wissenschaftlerin als Stadtschreiberin zu bekommen. Die Termine im Archäologischen Museum sind schon geplant...

 

Die Gewinnerin bekommt für die vier Monate, die sie in Hamburg verbringen wird, eine Wohnung mietfrei zur Verfügung gestellt, sowie 1.500 Euro pro Monat und eine HVV-Karte, um ohne Stress durch die Stadt fahren zu können, sie zu entdecken und zu beschreiben.

 

Zweitplatziert ist Lydia Stach, eine quirlige Dichterin, auch in Bayern geboren. …mei, is des schee!

Sie hat ihre Teilnahme in einer Flaschenpost ins Museum gebracht und hat uns mit einem Liebesgedicht für Hamburg ins Herz getroffen. Sie kennt sich sowohl mit Stand-up Comedy, als auch mit ernstem Journalismus aus. Neben ihrem Schreib- und Redetalent ist Lydia leidenschaftliche Hobby-Konditorin, tanzt Ballett und Lindy Hop, treibt Yoga und fährt old school auf Rollschuhen durch den Alltag. Sie beobachtet und schreibt, erzählt Geschichten gegen die Dunkelheit der Welt, und feiert das Leben, auch wenn der Tod manchmal sehr nah ist. Sowohl auf Französisch wie auch auf Italienisch ist die studierte Romanistin in der Weltgeschichte unterwegs, und tanzend, dichtend, lachend und schreibend zeigt sie, dass eben doch nicht alles in eine Flaschenpost passt.

 

Den zweiten Platz teilt Lydia mit Vincent Schleunig, Diana Cummings, Jana Gäbert und Johanna Hofmann, die zusammen eine Improvisations-Theater-Gruppe formen. Sie werden anhand von Rollenspielen eine Geschichte, die irgendwo und irgendwann mal angefangen hat, interaktiv weiterentwickeln. Sie werden in Museen und Theatern auftreten, aus jeder Situation die Essenz holen, sie werden zusammen mit dem Publikum neue Texte schreiben und Geschichten entwickeln. Sie fragen sich: In welcher Welt wollen wir leben? Ist das hier nur Fantasy oder schon Politik? Subtil führen sie uns vor Augen, wie wir unsere Welt selbst gestalten, indem wir uns die richtigen Fragen stellen. Wir freuen uns sehr auf diese dynamische, unerwartete Truppe und hoffen auf eine künstlerische, wilde und fruchtbare Zeit.

 

Nicht nur die Gewinnerin, sondern auch die Zweitplatzierten werden bei der Eröffnungsfeier ihre Texte vortragen. Sie bekommen als Preisgeld pro Gruppe 500 Euro.

 

Dank einer großzügigen Förderung der Hamburger Volksbank und der freundlichen Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien und die Toepfer-Stiftung sowie der Elsbeth Weichmann Gesellschaft ist es möglich, in diesem Jahr die Ausschreibung Stadtschreiberin stattfinden zu lassen.

 

Die Eröffnungsfeier war am ersten August 2021, dort wurden die Gewinner vorgestellt und die Beiträge vorgelesen.